Warum die gezielte Asthmatherapie für Pferde so wichtig ist:
Inzwischen hustet in fast jedem Stall mindestens ein Pferd – doch trotz der Vielzahl an betroffenen Tieren herrscht ein regelrechter Therapiestau. Viele Behandlungen bleiben an der Oberfläche: Medikamente, Inhalation oder Hustenkräuter lindern die Symptome kurzfristig, ohne die eigentlichen Ursachen zu beseitigen.
Dabei ist genau das entscheidend für eine nachhaltige Besserung. Um ein Pferd wirklich aus der Symptomspirale herauszuführen, müssen die individuellen Trigger erkannt und gezielt verändert werden – sei es in der Haltung, der Fütterung oder im Training.
In unserer Asthmatherapie verbinden wir evidenzbasierte Ansätze mit klarer Struktur, um dich Schritt für Schritt dabei zu begleiten, die Ursachen zu verstehen, gezielt zu handeln und deinem Pferd langfristig wieder zu freier Atmung und Lebensqualität zu verhelfen.
Fallbeispiele: Ein Blick in unsere evidenzbasierte Asthmatherapie
Fallbeispiel 1:
Wie aus einem scheinbar hoffnungslosen Asthmafall wieder ein stabiles Pferd wurde
Nanuk (13) kam zu uns mit schweren Asthma-Symptomen, die bereits über lange Zeit bestanden.
Seine Besitzerin Lisa hatte bereits unzählige Maßnahmen ausprobiert: Medikamente, Hustensäfte, Haltungsoptimierung und verschiedenste Ansätze zur Unterstützung seines Gesundheitszustands. Sie gab wirklich alles!
Trotzdem verschlechterte sich sein Zustand immer weiter.
Die Tagebuchauszüge zeigen, Atemfrequenzen um die 44 mit massiver Bauchatmung und sichtbarer Atemnot waren zu diesem Zeitpunkt keine Seltenheit. Bereits beim bloßen Beobachten war erkennbar, wie viel Kraft ihn jeder Atemzug kostete.
Für Lisa war das nicht nur körperlich belastend für ihr Pferd – sondern auch emotional eine enorme Herausforderung.
Wie viele Pferdebesitzer hatte sie das Gefühl:
„Ich habe doch schon alles gemacht – warum wird es trotzdem nicht besser?“
Und genau das erleben wir häufig.
Denn auch wenn eine optimierte Haltung das Fundament ist, reichen Veränderungen im Management allein nicht immer aus. Häufig spielen weitere Faktoren – zum Beispiel Fütterung, Trainingstherapie & Aufbau, Belastungssteuerung und unerkannte Triggerfaktoren eine wichtige Rolle.
Der Wendepunkt: Struktur statt Maßnahmen-Chaos
Gemeinsam entwickelten wir für Nanuk einen individuellen und ganzheitlichen Therapieplan, abgestimmt auf seine Krankengeschichte und seinen aktuellen Zustand.
Dabei lag der Fokus unter anderem auf:
- einer Anpassung der Fütterung
- einer strukturierten Anpassung des Trainings
- einem gezielten Belastungsmanagement
- Übungen zur Unterstützung eines gesunden Atemmusters
- der Analyse belastender Faktoren im Alltag
- sowie einer klaren Priorisierung der wirklich relevanten Maßnahmen
Denn oft entsteht bei chronisch erkrankten Pferden ein Kreislauf aus Unsicherheit, Überforderung und ständig neuen Maßnahmen. Für viele Besitzer ist es deshalb eine enorme Entlastung, endlich einen klaren Fahrplan zu haben.
Erste Veränderungen bereits nach wenigen Wochen
Bereits nach etwa drei Wochen zeigten sich erste sichtbare Veränderungen.
Nach rund 2,5 Monaten lag Nanuk erstmals wieder im Bereich normaler Atemfrequenzen und zeigte nur noch eine leichte Bauchatmung.
Heute ist Nanuk stabil und nahezu symptomfrei. Vor allem aber zeigt er wieder deutlich mehr Lebensqualität, Motivation und Freude im Alltag.
Was dieser Fall zeigt
Nanuks Geschichte steht stellvertretend für viele Pferde, die trotz bereits optimierter Haltung weiterhin Symptome zeigen.
Sie zeigt, wie wichtig es ist, Symptome nicht isoliert zu betrachten, sondern das gesamte System aus Haltung, Training, Belastung und individueller Vorgeschichte mit einzubeziehen.
Fallbeispiel 2:
Baron – vom Tierarzt aufgegeben und „austherapiert“
.
Als Baron (21) zu uns kam, hatte seine Besitzerin bereits eine niederschmetternde Prognose erhalten.
Nach der Untersuchung erklärte der Tierarzt ihr, dass ihr Pferd vermutlich keine echte Chance mehr hätte und man darüber nachdenken müsse, ihn einzuschläfern.
Für die Besitzerin war das ein emotionaler Ausnahmezustand. Trotzdem entschied sie sich, Baron noch nicht aufzugeben und gemeinsam mit uns genauer hinzuschauen.
Zu Beginn zeigte Baron massive Symptome:
- hohe Atemfrequenzen in Ruhe
- starke Bauchatmung
- sichtbare Afteratmung
- wiederkehrenden Husten
- starke Belastungsanzeichen im Alltag
Besonders auffällig war dabei, dass viele verschiedene Maßnahmen gleichzeitig eingesetzt wurden – darunter Medikamente, Inhalation mit Sole und Kochsalzlösung sowie unterschiedliche unterstützende Ansätze. Gleichzeitig fehlte jedoch ein klar strukturierter Gesamtplan, der individuell auf Baron und seine Triggerfaktoren abgestimmt war.
Der erste Schritt: Trigger erkennen und Belastung reduzieren
Deshalb haben wir zunächst analysiert, welche Faktoren Baron dauerhaft belasteten.
Dazu gehörten unter anderem:
- die Zusammensetzung des Zusatzfutters
- die aktuelle Trainingsgestaltung
- Belastung und Regeneration
- die Inhalationsstrategie
- sowie weitere mögliche Trigger im Alltag
Das Training wurde zunächst stark angepasst. Statt zusätzlicher Belastung lag der Fokus vor allem auf ruhiger Arbeit im Stand, gezielten Massagen und einer allgemeinen Entlastung des Systems.
Gemeinsam mit der Besitzerin wurden die Maßnahmen Schritt für Schritt strukturiert und – in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt – laufend überprüft und angepasst.
Erste sichtbare Veränderungen bereits nach wenigen Wochen
Bereits etwa einen Monat später zeigte sich eine erste Stabilisierung:
- die Atemfrequenz sank phasenweise deutlich
- die zuvor starke Bauchatmung war nur noch mäßig ausgeprägt
- der Husten wurde seltener
- einzelne Medikamente konnten reduziert werden
- trotz hoher Temperaturen im Sommer blieb Baron stabiler als zuvor
Vor allem aber wurde sichtbar, dass sich sein Zustand kontinuierlich verändern konnte – obwohl er zuvor bereits als „austherapiert“ galt.
Der aktuelle Stand: Mehr Stabilität und Lebensqualität
Heute zeigt Baron nur noch eine leichte Bauchatmung, die Afteratmung hat sich deutlich verbessert. Besonders bemerkenswert: Über mehrere Wochen hinweg kam es zu keinem akuten Rückfall mehr.
Aktuell wird weiterhin daran gearbeitet, verbleibende Triggerfaktoren wie beispielsweise die Heuqualität oder einzelne Belastungsfaktoren weiter zu optimieren.
Dieser Fall zeigt sehr deutlich, dass selbst bei langjährigen oder schweren Verläufen Veränderungen möglich sein können, wenn Haltung, Management, Training und individuelle Einflussfaktoren gemeinsam betrachtet werden.
Was dieser Fall verdeutlicht
Barons Geschichte steht stellvertretend für viele ältere Pferde mit chronischen Atemwegsproblemen, bei denen Besitzer oft hören, man könne „nichts mehr tun“.
Unsere Erfahrung zeigt jedoch immer wieder, wie wichtig es ist, nicht nur Symptome isoliert zu behandeln, sondern die individuellen Triggerfaktoren systematisch zu analysieren und Maßnahmen gezielt auf das jeweilige Pferd anzupassen.
Fallbeispiel 3:
Seren. Wie aus nächtlichen Hustenanfällen wieder ruhige Nächte wurden – für Pferd & Mensc
Als Andrea mit ihrer Stute Seren zu uns kam, war die Belastung längst nicht mehr nur beim Pferd spürbar.
Seren litt unter massiven Hustenanfällen – vor allem nachts. Fast jeden Abend begann der starke, hackende Husten ungefähr zur gleichen Zeit. Andrea konnte kaum noch schlafen, ihr Mann ebenfalls nicht. Die Angst vor der nächsten Nacht wurde immer größer.
Zusätzlich machte sie sich Sorgen um mögliche Beschwerden der Nachbarn durch die nächtlichen, massiven „Ruhestörungen. Andrea und ihr Mann und fühlten sich emotional und körperlich einfach nur völlig erschöpft.
Im Beratungsgespräch wurde schnell klar, wie groß die Belastung bereits geworden war:
das Gefühl von Hilflosigkeit, permanenter Anspannung und der Gedanke, irgendwann einfach nicht mehr weiterzuwissen.
Der Ausgangspunkt: starke Symptome und viele offene Fragen
Zu Beginn der Begleitung zeigte Seren eine starke Bauchatmung und ausgeprägte Atemwegsprobleme. Besonders auffällig war der laute, hackende Husten, der die gesamte Situation zusätzlich belastete.
Gemeinsam analysierten wir Schritt für Schritt die verschiedenen Einflussfaktoren rund um Haltung, Management, Training und bisherige Maßnahmen.
Dabei wurde ein besonders wichtiger Trigger schnell sichtbar:
Seren inhalierte täglich mit Sole – vor allem abends. Gerade bei Pferden mit bereits stark gereizten Atemwegen kann Sole jedoch kontraproduktiv in der Therapie wirken. In diesem Fall führte die zusätzliche Reizung dazu, dass die Hustenanfälle besonders nachts massiv verstärkt wurden.
Deshalb war eine der ersten Anpassungen, einen neuen Inhalationsplan aufzustellen.
Fokus auf gezielte Entlastung statt Maßnahmen-Chaos
Wie bei vielen chronischen Fällen gab es bereits zahlreiche Maßnahmen, Erfahrungen und eigene Recherchen. Andrea brachte selbst viel Wissen mit und hatte bereits unglaublich viel versucht.
Deshalb war es besonders wichtig, gemeinsam Struktur und Ruhe in die Situation zu bringen.
Der Fokus lag zunächst auf:
- einer Entlastung des gesamten Systems
- gezielten Massagen
- ruhiger Arbeit im Stand
- der Unterstützung verspannter Atemmuskulatur
- sowie weiteren Anpassungen im Haltungsmanagement
Denn bei Pferden mit starker Bauchatmung entstehen starke muskuläre Verspannungen und Belastungen, die den Therapieverlauf unbehandelt, massiv beeinflussen.
Erste Veränderungen bereits nach kurzer Zeit
Bereits nach etwa einem Monat zeigte sich eine deutliche Veränderung:
- die starke Bauchatmung ging sichtbar zurück
- die nächtlichen Hustenanfälle verschwanden
- Andrea und ihr Mann konnten erstmals wieder durchschlafen
- trotz Sommerhitze blieb Seren deutlich stabiler
Vor allem aber kehrte langsam wieder Ruhe in den Alltag zurück – sowohl körperlich beim Pferd als auch mental bei der Besitzerin.
Heute: Zurück ins Reitpferdeleben
Mittlerweile konnten Andrea und Seren wieder kontrolliert ins Training einsteigen. Dabei wurde die Belastung schrittweise gesteigert, um Rückschläge zu vermeiden und die aktuelle Leistungsgrenze des Pferdes zu berücksichtigen.
Natürlich gibt es weiterhin Faktoren, die regelmäßig überprüft werden – beispielsweise Heuqualität oder Umweltfaktoren. Doch genau dafür wurde gemeinsam ein klarer Überblick geschaffen.
Das Schönste an diesem Fall ist jedoch nicht nur die körperliche Veränderung von Seren.
Sondern dass wieder Ruhe, Schlaf und Lebensqualität in den Alltag der gesamten Familie zurückkehren konnten.
Was dieser Fall zeigt
Serens Geschichte zeigt, wie stark chronische Atemwegserkrankungen nicht nur Pferde, sondern auch ihre Besitzer emotional belasten können.
Sie verdeutlicht außerdem, wie wichtig es ist, individuelle Triggerfaktoren systematisch zu analysieren und Maßnahmen gezielt statt wahllos einzusetzen.
Fallbeispiel 4:
Wie Bellas plötzlicher Husten am Ende ein wichtiger Wendepunkt wurde
Bella (13) kam bereits mit optimierter Haltung und nach einem Stallwechsel zu uns in die Begleitung. Trotzdem zeigte sie weiterhin Symptome wie eine leichte Bauchatmung und ein unphysiologisches Atemmuster.
Besonders spannend an diesem Fall war jedoch etwas anderes:
Bella hatte zuvor kaum bis gar nicht gehustet. Erst einige Zeit nach Beginn der Begleitung trat plötzlich Husten auf – was bei der Besitzerin zunächst große Verunsicherung auslöste.
Denn oft entsteht genau in solchen Momenten die Angst:
„Wird der Zustand jetzt wieder schlimmer?“
„War die Veränderung vielleicht falsch?“
„Warum hustet mein Pferd plötzlich, obwohl vorher kein Husten da war?“
Der Ausgangspunkt: Symptome trotz bereits optimierter Haltung
Die Grundsäule Haltung war bei Bella bereits sehr gut aufgestellt. Deshalb lag der Fokus vor allem auf anderen Einflussfaktoren wie:
- Anpassung des Zusatzfutters
- Bewegungsmanagement
- Trainingstherapie
- sowie der individuellen Inhalationsstrategie
Zusätzlich wurde gemeinsam analysiert, wie sich Symptome im Alltag verändern und welche äußeren Faktoren Einfluss nehmen könnten.
Warum plötzlich Husten auftrat
Nach einigen Wochen meldete die Besitzerin eine überraschende Beobachtung in ihrem Tagebuch:
Bella hustete plötzlich – obwohl sie seit der Asthma-Diagnose kaum Husten gezeigt hatte.
Gleichzeitig bestand vorher bereits das Gefühl, dass „etwas fest sitzt“.
In der gemeinsamen Analyse wurde schnell deutlich, dass der auftretende Husten in diesem Fall nicht unbedingt eine Verschlechterung bedeutete. Denn es handelte sich um einen „produktiven Husten“. Dieser sprach viel mehr dafür, dass sich noch festsitzender Schleim zu lösen begann.
Produktiver Husten ist ein Mechanismus des Körpers, um Sekrete aus den Atemwegen zu transportieren.
Die Therapie wurde deshalb gezielt angepasst und weiter begleitet, statt vorschnell abzubrechen oder in Panik zu geraten.
Weitere spannende Entwicklungen im Verlauf:
Im weiteren Verlauf zeigte Bella zunächst deutliche Verbesserungen:
- die Bauchatmung verschwand zeitweise vollständig
- die Atemqualität wurde deutlich ruhiger
- es trat kein sichtbares Nachpressen mehr auf
- die Atemfrequenz stabilisierte sich
Wenig später kam es jedoch erneut zu einer mäßigen Bauchatmung.
Und genau dieser Punkt ist für viele Besitzer emotional besonders herausfordernd.
Denn chronische Atemwegserkrankungen verlaufen oft nicht linear. Faktoren wie:
- Pollensaison
- Temperaturwechsel
- Staubbelastung
- neue Weidebedingungen
- Wetterumschwünge
können Symptome, je nach Therapiefortschritt, zeitweise wieder verstärken.
Entscheidend ist deshalb nicht, ob einmal wieder Symptome auftreten – sondern wie gezielt darauf reagiert wird.
Gemeinsam wurden die möglichen Trigger analysiert und Maßnahmen angepasst, unter anderem im Bereich Inhalation und Umweltmanagement.
Heute: Stabilität auch unter Belastung
Besonders schön zeigte sich die Entwicklung einige Monate später während der Sommerhitze bei Temperaturen von etwa 35 Grad:
Bella blieb stabil.
Kein sichtbares Nachpressen, eine ruhige Atemfrequenz und insgesamt deutlich mehr Sicherheit – sowohl beim Pferd als auch bei der Besitzerin.
Im Laufe der Begleitung lernte die Besitzerin immer besser, Veränderungen selbst einzuschätzen, Trigger frühzeitig zu erkennen und sicher darauf zu reagieren.
Und genau das ist langfristig eines der wichtigsten Ziele:
Nicht hilflos auf Symptome reagieren zu müssen, sondern das eigene Pferd und seine individuellen Einflussfaktoren wirklich zu verstehen.
Was dieser Fall zeigt
Bellas Geschichte zeigt, dass Verläufe bei Asthmapferden nicht immer geradlinig sind.
Zwischenzeitliche Veränderungen oder kurzfristige Rückschläge bedeuten nicht automatisch, dass eine Therapie scheitert. Oft sind sie ein wichtiger Teil des gesamten Prozesses und liefern wertvolle Hinweise auf individuelle Triggerfaktoren.
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Fallbeispiel 5:
Bailey: der Teufel steckt im Detail (oder wie hier: in der Fütterung)
Die Stute kam im Juni in unsere Begleitung und wurde innerhalb von 3 Monaten symptomfrei. Sie war also auf einem sehr guten Weg.
Umso überraschender war es, als plötzlich erneut Veränderungen im Atemmuster auftraten und die Symptome zurückkehrten.
Und genau deshalb ist dieser Fall so spannend:
Er zeigt, wie wichtig es ist, selbst kleine Veränderungen im Alltag ernst zu nehmen – besonders bei Pferden mit empfindlichen Atemwegen.
Der Ausgangspunkt: 3 Monate Begleitung – ein stabiles Pferd mit guter Entwicklung und dann..
Dann wurde im Rahmen eines Blutbildes ein Selenmangel festgestellt. Die Besitzerin ergänzte daraufhin – auf Empfehlung – ein zusätzliches Futtermittel.
Wenige Tage später veränderte sich plötzlich das Atemmuster.
Bereits kurz nach Beginn der Fütterung zeigten sich erste Auffälligkeiten in der Dokumentation und es trat plötzlich wieder eine leichte Bauchatmung auf.
Die Ursache: Inhaltsstoffe als Trigger
In der gemeinsamen Analyse wurde deutlich, dass das neu ergänzte Futtermittel Inhaltsstoffe enthielt, auf die Bailey sensibel reagierte.
Unter anderem waren enthalten:
- Karotte
- Apfel
- Soja
Gerade in einer anfänglichen Stabilität reagieren viele Asthma-Pferden immer noch symptomatisch auf bestimmte Inhaltsstoffe.
Dieser Fall zeigt deshalb sehr deutlich, wie wichtig es ist, die Inhaltsstoff-Liste genauestens zu durchforsten und Ergänzungen bzw. Veränderungen zu dokumentieren. Nur so können etwaige Reaktion des Pferdes zugeordnet werden und aufkommende Probleme wieder im „Keim erstickt“ werden.
Warum die Dokumentation so wichtig war
Besonders spannend war hier der zeitliche Zusammenhang:
- Ergänzung des Futters
- wenige Tage später Veränderung des Atemmusters
- plötzlich wieder leichte Bauchatmung
- Absetzen des Futters
- kurze Zeit später wieder Stabilisierung
Ohne eine strukturierte Dokumentation wäre dieser Zusammenhang vermutlich deutlich schwerer erkennbar gewesen.
Und genau das ist einer der wichtigsten Punkte bei chronischen Atemwegserkrankungen:
Veränderungen entstehen nicht plötzlich und „grundlos“. Es gibt immer Trigger im Alltag, die sich erst durch konsequente Beobachtung erkennen lassen.
Der entscheidende Schritt: Eigenverantwortung entwickeln
Für die Besitzerin war dieser Moment ein wichtiges Learning.
Denn auch wenn die Empfehlung von außen kam, wurde klar, wie wichtig es ist, Inhaltsstoffe selbst kritisch zu hinterfragen und Veränderungen aufmerksam zu beobachten.
Besonders schön war dabei:
Bailey war insgesamt bereits so stabil, dass der Körper schnell wieder reagieren konnte. Bereits wenige Tage nach dem Absetzen verschwanden die Symptome erneut.
Das zeigt auch:
Je stabiler ein Pferd insgesamt wird, desto besser kann es kleinere Belastungen häufig kompensieren.
Was dieser Fall zeigt
Baileys Geschichte verdeutlicht, wie sensibel Asthmapferde auf einzelne Trigger reagieren können – selbst dann, wenn sie sich bereits deutlich verbessert haben.
Sie zeigt außerdem, wie wichtig Eigenverantwortung, Beobachtung und eine strukturierte Dokumentation im Alltag sein können.
Denn oft sind es nicht nur die „großen“ Veränderungen, sondern kleine tägliche Entscheidungen, die langfristig einen Unterschied machen.
Diese wahnsinnige Veränderung ist auch für dich und dein Pferd möglich!
Zwischen den beiden Videos liegt ca. ein halbes Jahr.
Von einem Alltag mit täglicher Atemnot und kaum Bewegungswille ist aus Amy wieder ein bewegungsfreudiges und und motiviertes Pferd geworden.
Über 300 begleitete Asthmapferde innerhalb der Equusamare-Welt
Einblick in unsere Kundenstimmen: